zunehmender Mond
Mondhütte
Die Moonlodge ist ein altes Ritual z. B. der Lakotafrauen. Bei ihnen war es der Ort, an den sie sich zurückzogen, wenn sie in ihrem Mond waren – während ihrer Menstruation. Hier wurden sie vom Stamm versorgt und voller Hochachtung in Ruhe gelassen, denn das Volk wusste: Die Frauen sind jetzt in ihrer spirituellen Kraft.
Sie beteten, belehrten sich gegenseitig und hatten Visionen. Es war ein geschützter Raum, an dem sie einfach sein konnten. Wenn sie zurückkamen, teilten sie ihr Wissen mit allen.

Ich biete die Mondhütte in einer ganz archaisch gebauten Kuppel aus Weiden- oder Haselnussgeflecht an. Viele Wolldecken schützen den Raum und bewahren die Wärme der Glut in der Mitte. Hier können wir uns auf unsere eigenen Kräfte besinnen, unseren Wünschen, Visionen und Verletzungen Raum geben, um dann wieder geklärt und gestärkt in den Alltag zurückzukehren. Die Themen sind dabei vorgegeben oder entwickeln sich spontan aus den momentanen Bedürfnissen.

Die Mondhütte hilft, Übergänge bewusst zu vollziehen, sich auf sich selbst zu besinnen und die eigene Position neu zu bestimmen.
Im Kreis der Frauen sind wir aufgehoben und tragen einander gegenseitig. Aber vielleicht ist auch jeder Kreis, in dem sich Frauen auf ihre ureigene Kraft und Spiritualität besinnen, Mondhütte. In diesem Kreis sind sie die Bewahrerinnen und Hüterinnen der Weiblichkeit, die in unserem Alltag oft wenig Platz findet.
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