Erd-Verbundenheit
Ich lasse mir etwas erzählen – von der Natur.
Ich höre genau zu und sehe genau hin.
Dann greife ich heraus, nehme, was da ist – erfinde nichts neu.
Die Erde in all ihren Erscheinungs-Formen berührt mich:
Ich begebe mich auf die Erde, fasse sie an, nehme sie auf.
Die Erde – ein Fest für die Sinne: Da ist sie rau, da ist sie glatt, da bricht sie auf, da schließt sie sich. Die Erde ist ständig in Bewegung. Sie ist mein Fundus – unerschöpflich.
Sie liefert mir die Materialien, mit denen ich arbeite: Sand, Steine, Wasser, Erdpigmente, Fundstücke, Filz.
Ich kreise um Grundmotive – Daseinsbilder, die so alt sind wie die Menschheit.
Symbole, Mythen und Metaphern, die Sehnsüchte beschreiben und Träume andeuten. Ich arbeite mit archaischen Formen, die fest in unserem kollektiven Zeichenvorrat verankert sind, z. B. Kreis, Ei, Vogel, Boot.
Diese Bilder erzeugen Bilder – bei jedem unterschiedliche. Was alle subjektiven Bilder verbindet, ist das gemeinsam gelernte Symbol.
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